Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gernsheim

Rückblick auf das Jahr 2018 - Ereignisreiche Berichte

29.01.2019

Am 29. Januar 2019 fand die jährliche Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gernsheim statt. Nach der Eröffnung durch Stadtbrandinspektor (SBI) Tobias Bornhofen begrüßte Bürgermeister Peter Burger die anwesenden Mitglieder der drei Einsatzabteilungen, die Alters- und Ehrenabteilung sowie die Jugendabteilungen.

Bürgermeister Burger skizzierte in einem kurzen Abriss das vergangene Jahr 2018, welches für die Feuerwehr Gernsheim ein Rekordjahr mit 141 Einsätzen darstellte. In einem Ausblick auf das laufende Jahr ging Peter Burger auf die geplanten Beschaffungen und Modernisierungen ein. Hier waren unter anderem die Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses Allmendfeld, die Beschaffung von Atemschutzprüfgeräten, eine neue Waschmaschine für Einsatzkleidung und die laufenden Planungen zur Sanierung des Feuerwehrstützpunktes Gernsheim zu nennen. Weiter ginge es in diesem Jahr an die Planung und Beschaffung eines Einsatzleitwagens (ELW 1). Abschließend dankte Herr Burger den anwesenden Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für die geleistete Arbeit sowie die gute Ausbildung und Motivation.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Grußworte der Gäste“ stellte Kreisbrandinspektor Möstl fest, dass die Hohe Zahl der Einsätze in Verbindung mit der Personalstärke offensichtlich gut zu bewältigen war. Weiter führte er aus, dass die Zahl der Einsätze auf der Bundeswasserstraße Rhein ebenfalls höher war als in den vergangenen Jahren, was auf den heißen Sommer zurückzuführen sein könnte. In seinem Rückblick hob Herr Möstl die Katastrophenschutzübung vom Oktober 2018 hervor. Hier wurde durch die Feuerwehr Gernsheim eine Schleuse zur Tierscheuchenbekämpfung in den Einsatz gebracht. Er lobte den guten Verlauf der Übung, die aber auch Verbesserungspotential an dem Material aufzeigte.
Für 2019 kündigte KBI Möstl eine Hochwasserschutzübung an. Weiter sprach er seine Hochachtung für die laufenden und anstehenden Baumaßnahmen aus. „Sorgsamkeit vor Schnelligkeit“, so sollte man in diesem Fall vorgehen und griff damit eine Aussage von Bürgermeister Burger auf.

Frank Habich von der Wasserschutzpolizeistation dankte für die Einladung und die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre. Er ging auf den Niedrigwasserrekord im Rhein ein und hob die Wichtigkeit des regelmäßigen Übens, auch auf dem Wasser, vor.

Unter dem Tagesordnungspunkt Bericht des Stadtbrandinspektors nutze SBI Tobias Bornhofen die Möglichkeit die vergangenen fünf Jahre aufzubereiten. Vor dem Hintergrund der auf der Tagesordnung stehenden Wahlen von Leitung der Feuerwehr sowie der Wehrführungen, gab Bornhofen an, nicht für eine Neuwahl zur Verfügung zu stehen. Er lobte seine Führungskräfte und die Kameradinnen und Kameraden und bot an auch zukünftig beratend zur Seite zu stehen. In der Vergangenheit musste er sich oft als Einsatzleiter schwierigen Herausforderungen gegenüber stellen, war aber immer gut Beraten durch den Bürgermeister und den Mitarbeitern des Ordnungsamtes. Weiter ging sein Dank an die Hauptamtlichen Gerätewarte Alessandro Sbezzo und Manuel Rechel, den Kreis-Groß-Gerau, die Polizei Gernsheim, die Wasserschutzpolizei Gernsheim, das DRK OV Gernsheim, die DLRG OV Gernsheim sowie die Werkfeuerwehr Merck.

Wehrführer Florian Kissel Berichtete über die herausragendsten Einsätze von den insgesamt 135 Einsätzen des Jahres 2018. Es war das einsatzstärkste Jahr bisher, aber auch das Jahr mit den häufigsten Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen seit 1999. Die steigende Anzahle an gewerblichen Objekten mit Brandmeldeanlagen im Gernsheimer Bereich lässt befürchten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Zu Personal berichtete der Wehrführer, dass sich derzeit 48 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung befinden, darunter 3 Frauen. die Alters- und Ehrenabteilung zählt 19 Mitglieder. Es waren 5 Austritte, dafür 5 Eintritte in die Einsatzabteilung zu verzeichnen. Eines der Neumitglieder verrichtet derzeit sein Freiwilliges-Soziales-Jahr im Stützpunkt Gernsheim. Für 2019 werden drei Übergänge von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung erwartet. Zudem wurden zahlreiche Stunden in die Aus- und Fortbildung durch belegen diverser Lehrgänge investiert.

Der Stellvertretende Stadtbrandinspektor und Wehrführer der Einsatzabteilung Allmendfeld Stephan Pitzer berichtete in seiner Eigenschaft als Wehrführer über die 12 Einätze des Jahre 2018. Die Einsatzabteilung Allmendfeld zählt derzeit 23 Mitglieder, die sich zu regelmäßigen Übungen treffen. Für 2019 wird die Fertigstellung des neuen Gerätehauses Anfang März erwartet.

Wehrführer Peter Helfrich berichtete für die Einsatzabteilung Klein-Rohrheim. Es wurden 380 Stunden für Übungen investiert. Am 13.01.18 fand die Weihnachtsbaumsammelaktion statt. Am 25.08.2018 wurde am Kreisfeuerwehrtag teilgenommen. Im Rahmen der Kerb bzw. der 1225-Jahr-Feier Klein-Rohrheim wurden 240 Stunden geleistet. Weiter wurde am Gernsheimer Adventsmarkt teilgenommen. 352 Stunden mussten für Wartung und Pflege abgeleistet werden. Die Wehr Klein-Rohrheim rückte insgesamt 7 mal aus. Weiter wurden 4 Brandsicherheitsdienste geleistet. Die Feuerwehr Klein-Rohrheim verfügt derzeit über 10 aktive Mitglieder.

Jugendwartin Maria Vatter berichtete zum Personal, dass die Jugendfeuerwehr Allmendfeld im Jahr 2018 13 Mitglieder hatte, davon waren 6 weiblich. Es konnten drei Neuzugänge verzeichnet werden.

Jugendwart Köth berichtete für die Jugendfeuwehr Gernsheim über die Aktivitäten des Jahres 2018, hier sind unter anderem die Weihnachtsbaumsammelaktion, das Zeltlager in Kassel mit Besuch der Berufsfeuerwehr, die Teilnahme an den Ferienspielen, eine 24-Stunden-Übung mit der Einsatzabteilung und ein Ausflug in den Europapark zu nennen. Die Jugendabteilung zählt derzeit 17 Mitglieder, davon 3 Mädchen. Es waren 6 Neuzugänge und 9 Abgänge zu verzeichnen.
Alexander Köth, der auf eigenen Wunsch das Amt des Jugendwartes abgibt, dankte den Vertretern der Stadt Gernsheim, der Leitung der Feuerwehr, der Wehrführung sowie den Mitgliedern der Einsatzabteilung für die Unterstützung der letzten Jahre.